Städte und Natur

Die restliche Zeit in Medellin haben wir nicht so viel gemacht. Hauptsächlich sind wir abends ausgegangen und mussten dann den Tag über etwas regenerieren. Am Sonntag haben wir uns dann mit dem Bus auf den Weg nach Salento gemacht. Dort sind wir abends angekommen, haben das Hostel bezogen und sind lecker Essen gegangen.

Montag haben wir die Valle del Cocora Wanderung gemacht. Da es hieß es geht zwei Stunden bergauf hielt meine Begeisterung sich ziemlich in Grenzen. Aber dank des Gruppenzwangs bin ich natürlich doch mitgelaufen.

Um ehrlich zu sein war die Wanderung dann auch echt cool. Es ging durch den Wald, über sehr wackelige Brücken und über Stock und Stein. Ich mag es ja lieber wenn man etwas auf den Weg achten muss und ein bisschen klettern inklusive ist im Gegensatz zu einfach nur stupide bergauf. Das letzte Stück war dann aber doch echt anstrengend. Ca. 45 Minuten ging es wirklich steil Bergauf. Man konnte das Ziel zwar ab einem gewissen Punkt sehen, hatte aber das Gefühl nicht näher zu kommen.

Idylle im Salento, Kolumbien

Unsere Wandergruppe, zusammengewürfelt aus Bekannten aus dem Hostel
Die Brücken waren gut wackelig 😂🙈

Oben gab es zwar dann eine Finca, dort gab es aber nicht wirklich irgendwas. Keine Toiletten, keine Getränke und kein Essen. Mit Ausnahme von heißer Schokolade mit Käse. Diese Kombination klang für mich nicht so verlockend und bin deshalb bei meinem Wasser geblieben.

Da wir mittlerweile auf knapp 3.000 Meter waren und dort oben auch ein ordentlicher Wind pfiff war ich sehr froh mich für eine Lange Hose und eine Jacke entschieden zu haben.

Der Weg runter war dann nicht mehr so cool wie bergauf und wir waren echt froh die Wanderung in entgegengesetzter Richtung gemacht zu haben. Entlang von riesig hohen Palmen sind wir zurück zum Ausgangspunkt gelaufen und mit den sehr vollgepackten Jeeps zurück in den Ort gefahren.

Den Ausblick genießen

Nach einem wieder sehr leckeren Abendessen haben wir den Abend vor dem Feuer ausklingen lassen.

Irgendwie wollten wir am nächsten Tag nicht so viel machen und da ich noch nie auf einer Kaffeeplantage war und das in der Kaffee Region eigentlich schon gerne machen wollte haben wir uns dafür entschieden.

Die Tour war nicht zu lang und recht interessant.

Hätte ich auch gerne in meinem Garten
Kaffeebohnen

Im Moment ist allerdings Blütezeit
Sonnenuntergang

Abends ging es dann mit dem Bus nach Armenia von wo aus wir dann den Nachtbus nach Bogota genommen haben. Es war wie immer Schweinekalt aber ich war diesmal besser vorbereitet und habe nicht allzusehr gefroren. Geschlafen habe ich allerdings wie erwartet nicht besonders gut.

In Bogota haben wir dann ins Hostel eingecheckt und um die Mittagszeit haben wir uns mit einem Ehemaligen Arbeitskollegen von mir getroffen (der ist nämlich nach Kolumbien ausgewandert).

Ein bisschen exotisches Obst ausprobieren

Zu viele Tauben für meinen Geschmack, sonst aber ganz schön

Graffiti in Bogota

Freddy und ich in Bogota

Zusammen sind wir dann durch die Stadt geschlendert und haben uns so die hohen touristischen Orte angeschaut.

Wir wollten dann in dem Viertel wo unser Hostel war noch was trinken gehen und haben ein Uber bestellt.

Mir ist ja vorher schon aufgefallen das Kolumbianer eine interessante Art und Weise haben Auto zu fahren. Es ist hier ziemlich hügelig und unser Fahrer hat dann versucht am Berg anzufahren. So wie er sich angestellt hat allerdings zum ersten mal.

Das ganze zog sich dann über 5 Minuten und wir haben ihm mehr oder weniger erklären müssen wie er am Berg anfährt. Also so á la Handbremse benutzten, Gang einlegen, Gas geben… Das hat alles nicht so richtig funktioniert. Es war schon sehr lustig aber ich an seiner Stelle hätte mich in Grund und Boden geschämt.

Wir haben also dann noch ein Bierchen zusammen getrunken und sind dann jeweils nach Hause wo ich auch direkt ins kuschelige Bett gegangen bin.

Am Donnerstagmorgen haben wir uns dann nach dem Frühstück mit dem Uber auf den Weg zum Flughafen gemacht. Da wir noch nicht eingecheckt waren sind wir zum Schalter wo uns gesagt wurde das wir uns an diesem Selbst check in erst einmal selbst einchecken müssen. Das hat dann natürlich schon mal nicht geklappt. Also haben wir uns doch wieder in der Schlange angestellt und als wir endlich dran waren wurde uns allen gesagt das wir noch keinen Sitzplatz hätten und deshalb nicht sicher wäre ob wir fliegen können…. äh, bitte? Nicht für den Preis den ich bezahlt habe!

Also sind wir durch den Sicherheitsbereich und direkt zum Gate (Zeit um was zu essen wie wir das eigentlich vorhatten, hatten wir dann natürlich keine mehr). Am Gate haben wir dann bis ca. 10 Minuten vor dem Flug gewartet ob wir nun mitkommen können oder nicht. Letztendlich würde ich dann aufgerufen und habe mein Ticket bekommen. Nachdem ich dann gesagt habe das ich mit den anderen beiden zusammen reise haben wir auch tatsächlich alle ein Ticket bekommen.

Im Flugzeug haben wir dann ca. noch eine Stunde gesessen und worauf auch immer gewartet… unglaublich.

Je mehr ich Reise desto entspannter werde ich allerdings. Man kann ja doch nichts ändern. Auf dem Flug gab es dann sogar einen Snack. Für gewöhnlich rühre ich das Flugzeugessen ja eher nicht an aber da es mittlerweile 16.00 Uhr war und ich seit dem Frühstück um 08.00 Uhr nichts mehr gegessen habe, habe ich das dann doch zu mir genommen. Besser als nichts.

Irgendwann kommt eine Durchsage, natürlich auf Spanisch. Ich dachte das ist die Landeansage. War es aber nicht. Ob irgendwelche Ärzte an Bord seien es gäb einen Medizinischen Notfall. Das hatte ich auch noch nie.

Kurz danach setzten wir tatsächlich zum Landeanflug an. Kurz war ich nicht sicher ob wir deswegen zwischenlanden oder ob wir schon da sind. Aber nein, wir waren schon da.

Ich habe es noch nie erlebt das alle so diszipliniert sitzen geblieben sind und gewartet haben bis der Notfall aus dem Flugzeug gebracht wurde.

Was für eine Reise…

Vom Flughafen ging es dann mit dem Taxi zum Busbahnhof. Der ist RIESIG! Nachdem wir endlich den Schalter gefunden hatten von wo ich mein Ticket kaufen könnte (Glück gehabt, 20 Minuten später und mein letzter Bus wäre weg gewesen) haben wir uns auch schon verabschiedet und ich hab mich auf den weg zum Bus gemacht.

Ab jetzt bin ich wohl mit meinem gebrochenen spanisch auf mich allein gestellt.

Nach knapp 3 Stunden Busfahrt bin ich dann in Montañita angekommen. Eigentlich heißt es ja immer man soll nicht alleine im Dunkeln durch die Straßen laufen aber es gab keine Taxis und ich war ja nun alleine.

Also habe ich mich mit Hilfe von Google Maps auf den Weg gemacht.

Im Hostel hab ich dann nur eingecheckt, geduscht und bin ins Bett.

Mal sehen wie es mit Spanisch so läuft bevor ich mich auf den Weg nach Chile mache.

Liebe Grüße vom Strand,

Luisa


2 Gedanken zu “Städte und Natur

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