Great Adventures

Hallo ihr Lieben,

so kurz vor Weihnachten dachte ich melde ich mich nochmal.

Seit anfang des Monats ist noch eine weitere Praktikantin hier und nach ein paar Tagen eingewöhnungsphase läuft mittlerweile alles gut :). Dadurch ist es natürlich auch für mich etwas entspannter geworden.

Letzte Woche war ich auf der Mehrtagestour „Great Adventure“. Wir hatten zwei Gäste, eine deutsche und eine Amerikanerin.

Den Tag bevor es losging war ich etwas gestresst weil ich nicht genau wusste was ich alles einpacken muss und wie alles läuft denn irgendwie wusste keiner so richtig bescheid und keiner hat mir irgendwelche Anweisungen oder Instruktionen gegeben. Aber gut, wenn es irgendwie funktionieren muss kriege ich das auch irgendwie hin.

Am Dienstag morgen ging es dann los. Wir haben das Mula und die Pferde bepackt und sind losgeritten.

Mula bepacken
Los geht’s

Nach ca. 1,5 Stunden meinte die eine sie hätte ihr Handy verloren. Wo genau wusste Sie nicht. Na klasse, das fängt ja schon gut an.. Also ist René wieder ein Stück zurück geritten und hat geschaut ob er was findet. Hat er nicht, aber er hat auf der Hacienda angerufen und nachgefragt wo das Handy dann auch gefunden wurde – Glück gehabt. Mittagspause war wie immer unter einem der seltenen schattenspendenen Bäume.

Mittagspause gemütlich unterm Baum

Es ging einige Höhenmeter hinauf bis wir so gegen 16:30 Uhr an unserem Tagsziel ankamen. Dort haben wir das Mula entladen, den Pferden Wasser gegeben und uns wieder auf den Weg zu einem Aussichtspunkt gemacht von wo man aus einen guten Blick ins Tal richtung Vicuña hat.

im Hintergrund das Observatorium Gemini

was für ein Ausblick!

Nach einem langen Tag auf dem Pferderücken unter der heißen Sonne Chiles waren alle ganz froh als wir zurück am Nachtlager waren.

Wie ich das Nachtlager am besten beschreiben kann weiß ich gar nicht. Es war kein Haus aber ich glaube es wird hier tatsächlich als solches bezeichnet. Normalerweise wohnt/lebt (ich hoffe wirklich nur Zeitweise!!!) einer der Brüder von René dort. Jedenfalls haben wir dort unsere Schlafsäcke unter freiem Himmel ausgerollt und Feuer gemacht um das Abendessen zu kochen.

Hintereingang der „Unterkunft“
Vordereingang
Nachtlager für die Pferdchen und das Klo
Nachtlager

Wer mich kennt weiß was für eine Granate ich in der Küche bin. Erstmal war das Abendessen noch gefroren (wie das geht bei 30°C und ständiger Sonneneinstrahlung ist mir Schleierhaft). Dann habe ich Nudeln gekocht – keine große Sache, das kriege sogar ich hin. Ja, denkste 😀 beim Abschütten habe ich irgendwie nicht nur das Wasser abgeschüttet sondern auch 90% der Nudeln :D.

Kochstelle
Taddaaa – Chefkoch Luisa ist am Start 😀

Es gab dann halt keine Beilage. Bzw hatte ich zum Glülck genug Brot eingepackt sodass wir das dann als Beilage genommen haben.

Nachdem das Abendessen für mich schon mal Katastrophal gelaufen ist war die Nacht recht kalt und irgendwie habe ich auch meine Luma vergessen sodass es auch verdammt hart war :D. Geschlafen habe ich also eher unruhig, dafür muss ich sagen war der Sternenhimmel wirklich unschlagbar. In dem Moment musste ich an meine Ehemaligen Arbeitskollegen aus Deutschland denken und das ich mich eigentlich schon glücklich schätzen kann sowas meine Arbeit nennen zu dürfen.

Dort unter dem Sternenhimmel war man irgendwie einfach in einer anderen Welt.

Morgens sind René und ich immer schon vor den anderen aufgestanden und haben uns um die Pferde bzw. ich mich um das Essen gekümmert. Es musste Gemüse und Obst für die Mittagspause vorbereitet werden, ebenso Sandwiches. Wasser auf dem Feuer kochen und Frühstück vorbereiten. Nach dem Frühstück alles aufräumen und zusammenpacken und weiter ging es.

Hier gibt es sicher keinen Nachbarschaftsstreit…
Ab und zu ein kleiner Farbtupfer

Wieder in der prallen Sonne über Berggipfel zurück runter ins Tal. Zum Glück haben wir hier nochmal einen Stop auf der Hacienda gemacht sodass ich die Vorräte nochmal auffüllen konnte denn irgendwie war von allem nicht genug.

Die Landschaft änderte sich erstaunlicher Weise jeden Tag ein bisschen. So haben wir die dritte Nacht sehr gemütlich unter einem großen Feigenbaum geschlafen. Ab hier lief auch der Essenspart etwas besser und alle waren zufrieden.

gemütliches Plätzchen unterm Feigenbaum
Landleben in Chile, alles etwas anders

zum Abschluss des Tages ein Lagerfeuerchen 🙂
Frühstück

Gott sei Dank ist die Tür zu – nicht das noch wer rein kann!
Unterwegs…

Kleine Ruhepause

Unsere letzte Nacht im freien war an einem Fluss – sehr angenehm denn so ohne Dusche ist ein Bad im sehr kalten Fluss doch sehr erfrischend. Dank Sonne und Wind sind sowohl die Haare als auch die Klamotten sehr schnell getrocknet.

Letzte Nacht dieser Tour unter freiem Himmel
Ein kleines Bad im Fluss zur Erfrischung
Kurz vor Zuhause
Weihnachtsstimmung

Es weihnachtet sehr….
Blick auf Hurtado

Und wieder eine Nacht mit absolut herrlichem Sternenhimmel. Zwar war es schon Anstrengend irgendwo weil man natürlich dafür verantwortlich ist das alles gut läuft und die Gäste zufrieden sind aber es war schon toll sowas mal mitmachen zu können.

Zurück an der Hacienda haben wir alle erstmal eine ordentliche Dusche genossen und uns dann doch auch irgendwie wieder über das hervorragende Essen von Luis gefreut :D.

Vorgestern habe ich mir dann mit Lorena eine kleine Auszeit von der Hacienda genommen und wir sind ins benachbarte Elquital gefahren. In Pisco angekommen haben wir erstmal ein Bierchen getrunken, zu mittag gegessen und uns dann auf die Suche nach einer Unterkunft gemacht.

Damit waren wir auch überaus erfolgreich, so haben wir ein echt tolles Hotel (Cabaña Caballieri) zu einem wirklich guten Preis bekommen. Unser Zimmer war angeblich das schlechteste im ganzen Hotel und trotzdem war es Luxus.

Der Pool war so einladent das wir dort mit Pisco Sour den ganzen Tag verbracht haben. Abends waren wir zu einer kostenlosen Sternentour eingeladen. Als wir jedoch zum Treffpunkt kamen war der Himmel ziemlich bewölkt und auch der Mond war ziemlich hell. Also sind wir Stattdessen in den Pub gegangen und haben uns noch ein, zwei Pisco sour schmecken lassen.

Glücklich und zufrieden hab ich in dem gefühlt riesigem Bett geschlafen.

Frühstück gab es am nächsten Morgen aufs Zimmer – was kann es bessseres geben.

Von Pisco aus haben wir uns auf den Weg nach Vicuna gemacht wo ich mit in den Kurs gegangen bin zu dem Lorena musste. Es war allerdings sehr interessant (auch wenn ich auf Spanisch nicht ALLES verstanden habe). Bei dem Kurs handelte es sich um einen Kurs für Tourismusleute und wie man was verbessern kann und im Januar soll Lorena ein neues Projekt vorstellen. Ich bin mal gespannt wie das wird. Aber für mich war es sehr interessant.

Samstag ist Vollmond und wir werden einen Nachtausritt unternehmen. Darauf freue ich mich jetzt schon.

Wie Weihnachten hier wird weiß ich ehrlich gesagt nicht. Bei der Hitze hier kommt einfach keine Weihnachtsstimmung auf, auch wenn die Leute hier tatsächlich „Weihnachtsbäume“ aufstellen und schmücken.

Da wir für Weihnachten und Silvester keinen Koch haben werde ich wohl irgendwie ein bisschen helfen müssen. Für die Gäste wird das Weihnachtsessen also vermutlich etwas abenteuerlich. Vielleicht komme ich ja mit Nachtisch weg – dann kann das was werden. Aber ich werde berichten.

Jetzt wünsche ich euch erstmal alle ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Liebe Grüße aus der Sonne 🙂

Luisa


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