Rückfahrt nach Kanada

35. Tag, Freitag, 01.06.2018 Los Angeles – Visalia

Heute haben wir uns Pancakes zum Frühstück gegönnt. Ich war kurz versucht die Schokoladenpancakes mit Schokoladenfüllung zu nehmen, habe mich dann aber doch für Blaubeere entschieden – Sehr lecker.

Die „gesündere“ Variante mit Blaubeeren statt double Chocolate..

Bis 13 Uhr haben wir noch im Park gesessen und Leute beobachtet. Das mache ich ja besonders gerne, macht aber halt auch zu zweit mehr Spaß ;P. Das Uber-Auto hat Pia am Hostel abgeholt und ich habe mich ins Auto gesetzt und mich auf den Weg gen Norden gemacht.

Schon seltsam jetzt wieder alleine zu sein. Man unterhält sich halt während der Fahrt nicht (Hoffentlich drehe ich in den paar Tagen nicht komplett durch und fange richtig selbstgespräche an) und es ist schon einfach anders.

Ich hatte gedacht es wäre einfacher einen Campingplatz zu finden und so bin ich nachdem ich eingekauft habe nochmal los und habe nichts in dem Ort gesucht. Ja, schön blöd. So habe ich wieder bis 19 Uhr gesucht und letztendlich einen Campingplatz gefunden der mich „nur“ US$ 40 kostet -.-. Aber wenigstens gibt es Toiletten und Duschen und W-LAN, was auch wirklich nötig ist denn ich hatte noch nicht alle meine Offlinekarten runtergeladen. Das macht das Tablet jetzt heute Nacht während ich schön schlafe.

36. Tag, Samstag, 02.06.2018, Visalia – Modesto Reservoir

Recht spät (8 Uhr) hab ich mich nach einer unruhigen Nacht auf den Weg Richtung National Park gemacht. In dem Sequira Nationalpark stehen ja welche von den größten Bäumen weltweit. Das habe ich mir den Vormittag über angeschaut. Die sind wirklich riesig.

Man kann sogar durch die Bäume laufen, und auch ich als nicht-Zwerg kann gerade stehen!

Im Baumesinneren
Sieht da gar nicht so riesig aus…
Da sieht man schon eher wie dick die sind…

Aber alleine macht sowas halt irgendwie keinen Spaß. Dadurch war ich auch recht schnell fertig und habe mich dann auch ab 15 Uhr schon auf die Suche nach einem Campingplatz gemacht.

Leider ziemlich erfolglos. Es ist jetzt kurz vor neun. Seit ungefähr einer halben Stunde stehe ich an so einem See und habe geschlagene US$ 25 für einen Stellplatz bezahlt wo es Plumsklos gibt ohne das kleinste bisschen laufendes Wasser. Also auch kein Händewaschen (immerhin fasst man auch nichts an). Ein hoch auf die Körperhygiene… zum Glück hab ich Feuchttücher im Auto.

Ich hab so dermaßen Kopfschmerzen und einfach so den Kaffee auf das ich schon keine Lust habe morgen in den Yosemite Nationalpark rein zu fahren.

Hoffentlich sind wenigstens die Kopfschmerzen morgen weg.

Den ganzen Tag war es auch super heiß, irgendwas über 35°C und ich bin durchgeschwitzt und stinke und hätte mich gerne vernünftig gewaschen. Aber ich will meine 6 l Wasser nicht für sowas verschwenden. Da muss eine Katzenwäsche reichen.

Es kann eigentlich nur besser werden.

37. Tag, Sonntag, 03.06.2018, Modesto Reservoir – irgendwo hinter Sacramento und vor Dunnigan

Die Nacht war ganz okay, ich habe zwar unruhig geschlafen aber die Kopfschmerzen sind weg.

Es soll hier irgendwo Duschen geben. Die hab ich dann erstmal gesucht und auch gefunden. Nur weil ich so absolut klebrig und widerlich bin hab ich die genutzt. Wenn zum Empfang schon eine benutzte Binde an der Wand klebt ist es mit der Hygiene nicht so weit her. Widerlich! Hoffentlich finde ich für heute Nacht etwas anderes.

Wobei man sagen muss, es war sehr ruhig und der Sonnenaufgang über dem See war auch sehr schön. Trotzdem.

Camping am See, wäre mit etwas mehr Hygienemöglichkeiten ja ganz nett

Um kurz nach 7 Uhr ging es dann frisch geduscht in den Yosemite Nationalpark. Wirklich schön grün. Es gibt jede Menge Wanderwege entlang von Flüssen und durch grüne Wälder. Als Kontrast dazu die riesigen Steinberge rechts und links.

Auf dem Weg nach Sacramento bin ich durch einige süße Dörfchen durch gefahren. Es ging mal wieder sehr kurvenreich bergauf und bergab. Über einem kreisen Adler und man hat einen schönen Blick auf die Umgebung.

Nichts für Leute die keine Kurven mögen..

Ich bin zwar durchaus gerne mal alleine aber alleine Campen ist glaube ich nicht so mein Ding. Den Yellowstone National Park werde ich also nicht mitmachen. Es ist zwar sehr gut möglich das ich mich hinterher darüber ärgere und ich bin sicher das ich was verpasse. Aber jetzt hinzufahren und die Fahrt blöd zu finden und dann dort auch nur lustlos rumzulaufen macht ja auch keinen Sinn.

Bin einfach wieder zu sehr an Gesellschaft gewohnt.

Es bleibt mir also nichts übrig als nochmal wieder zu kommen 😜.

Für heute Nacht darf ich kostenlos auf dem „Parkplatz“ (ein sehr breiter Seitenstreifen neben der Straße) eines Campingplatzes schlafen und darf auch die Toiletten nutzen.

Es herrschen über 35°C. Sobald der Motor und somit die Klimaanlage aus ist, ist es unendlich heiß im Auto. Gibt schöneres. Ich klebe schon wieder dermaßen, das ist echt ekelig. Aber immerhin kann ich mich hier waschen 😊.

Morgen geht es dann Richtung Küste und Norden. Habe mich entschieden nicht die Interstate 5 durchs Inland zu nehmen sondern auch zurück die Küste lang zu fahren. Dort finde ich bestimmt auch einfacher Campingplätze.

38. Tag, Montag, 04.06.2018, Happy Time Campground – Arcata

Die Nacht war zu warm und da die Sonne ja schon früh aufgeht auch recht kurz. Zur Erfrischung hab ich dann nochmal schnell geduscht und war um 7 Uhr schon auf dem Weg. Es ging wiedermal durch Wälder und entlang von Flüssen.

So schön grün 💚

Außerdem scheint hier ein Weinanbaugebiet zu sein und super viele Obstplantagen. Gegen Mittag hab ich angefangen nach Campingplätzen zu suchen, bis spät in die Nacht suchen finde ich immer etwas Blöd. Habe dann in Arcata einen gefunden der auch WiFi hat. Sehr angenehm. Also hab ich mich darum gekümmert einen Workaway Platz auf Vancouver Island zu finden. Gar nicht mal so leicht. Eigentlich wollte ich mich auch ein bisschen Sonnen aber hier war der Wind schon wieder recht kühl.

Zum Abendessen habe ich mir eine Suppe warm gemacht, die hat allerdings nicht besonders geschmeckt. Nach einem Film (ein hoch auf Internet und Netflix) habe ich dann versucht zu schlafen. Es war allerdings recht kalt…

Alleine Campen ist doof!

39. Tag, Dienstag, 05.06.2018, Acarta – Tillicum Beach

Heute habe ich mal etwas länger geschlafen und nach dem duschen bin ich so gegen 9 Uhr losgefahren. Heute ist es recht frisch. So ein mittelding wäre mal ganz nett.

Eigentlich bin ich den ganzen Tag nur gefahren. So gegen Mittag habe ich mir einen Campingplatz gesucht und endlich mal einen am Strand gefunden. Für US$ 26 hatte ich einen Platz zum schlafen mit direktem Zugang zum Strand und normale einigermaßen ordentliche Toiletten.

Ich muss sagen, es gefällt mir schon gut am Wasser entlang zu fahren. Außerdem wird es immer grüner je mehr ich in den Norden komme. Richtig schön.

Immer schön am Wasser entlang 😊

Den Nachmittag habe ich am Strand gelegen, mich ein wenig gesonnt (der Wind war schon recht frisch!) und gelesen.

Abends konnte ich endlich mal einen richtigen Sonnenuntergang am Strand anschauen. Und auch wenn es tatsächlich ziemlich kühl war, war es wirklich wunderschön. Der Himmel hat sich so richtig Pink verfärbt. Auch das ist natürich cooler wenn man nicht alleine ist, aber ich habe es trotzdem genossen.

Wenn das nicht schön ist…
💗

40. Tag, Mittwoch, 06.06.2018, Tillicum Beach – Hoquiam

Eigentlich bin ich heute den ganzen Tag nur gefahren, da ich morgen auf die Fähre nach Vancouver Island möchte, wollte ich heute ein bisschen Strecke machen.

Die Strecke heute ging eigentlich nur noch durch Wälder, auch schön aber hier ist echt niemand mehr – mal wieder.

Heute hatte ich mal wieder Glück mit dem Campground für US$20 durfte ich direkt am Fluss stehen, es gab sehr saubere Toiletten, geräumige warme Duschen und die Leute waren wirklich nett.

Camping am Fluss, auch sehr nett 😊

Da ich noch immer nicht so richtig weiß was ich dann überhaupt mache wenn ich auf Vancouver Island bin habe ich mich ein wenig damit beschäftigt. Es gab nämlich auch Internet – zwar nicht besonders gut aber besser schlecht als gar nicht.

Weil ich früh aufstehen wollte bin ich auch recht früh ins Bett gegangen. Außerdem – was macht man auch sonst alleine.

41. Tag, Donnerstag, 07.06.2018, Hoquiam – Victoria (Kanada)

Ich habe wirklich gut geschlafen, es war auch nicht ganz so kalt wie die letzten Nächte. So gegen 6 Uhr bin ich aufgestanden, duschen gegangen und habe mich auf den Weg gemacht. Zum Glück war ich so früh dran, unterwegs war nämlich eine Baustelle wo ich über 30 min. gestanden habe. Allerdings war ich trotz allem schon so gegen 11 Uhr an der Fähre und habe auch ohne Reservierung einen Platz bekommen. Also bin ich kurz zum US Grenzbüro gegangen und habe mich erkundigt wie das mit dem Zettel in meinem Pass jetzt so läuft. Er war sich auch nicht so sicher, hat ihn dann aber mal rausgenommen. Na da hoffe ich aber dass das so klappt.

Leider ist das Wetter eh nicht so toll also habe ich mich rein gesetzt und überlegt wie ich die nächste Zeit so gestalte. Habe mich auf Jobs beworben, Workaway Plätze und überlegt wie es so weiter geht.

Blick von der Fähre nach Victoria

Die Einreise hat dann auch ganz gut geklappt und weil ich Victoria beim letzten mal so schön fand habe ich entschieden heute hier noch zu bleiben.

Also habe ich im Hostel eingecheckt, mir einen (kostenlosen :)) Parkplatz gesucht und erstmal Wäsche gewaschen. Das hat irgendwie länger gedauert als erwartet und so bin ich erst so gegen kurz vor 20 Uhr zum Abendessen aufgebrochen.

Alleine ist man ja mit essen auch recht schnell fertig und so hatte ich noch Zeit ein wenig die Promenade lang zu laufen. Auch wenn es jetzt deutlich voller ist als im Herbst gefällt mir Victoria immer noch ziemlich gut.

Victoria

Irgendwie bin ich froh wieder in Kanada zu sein (nicht das mir die USA nicht gefallen hätten aber hier fühle ich mich mehr Zuhause).

Was weiterhin passiert erfahren Sie im nächsten Beitrag, bleiben sie dran…

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende aus Victoria, BC, Kanada

Luisa


2 Gedanken zu “Rückfahrt nach Kanada

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